Doom (2016)

Getestetes System: PS4
Weitere Systeme: -
Kategorie: Shooter
VÖ: 2016
Entwicklungsstudio: id Software
Publisher: ZeniMax Media
Alterseinstufung: 18+
   
Test von: Hermann
Version: (D)
Spracheinstellung: Englisch


Beschreibung

Ohne Zweifel hatte Doom einen riesigen Einfluß auf das Shooter Genre, man könnte sogar sagen es hat es definiert. Nach den sehr erfolgreichen ersten beiden Teilen, erlebte die Serie ihren Tiefpunkt mit dem eher mäßigen Doom 3. Danach war es erstmal ruhig um die Serie, auch wenn Doom zwischenzeitlich auf fast alles portiert wurde was ein Display besitzt. Doch jetzt öffnen sich die Tore zur Hölle wieder, ein vierter Teil schickt sich an der Serie neues Leben einzuhauchen.


Grafik ( 7 / 10 ):

Technisch galten die Serienteile schon immer als prägend. Auch wenn dem neuen Doom nicht gelingt einen so großen Fußabdruck in der Spielegeschichte zu setzen, sieht es doch wieder super aus. Egal ob auf der Marsstation oder in der Hölle, die Grafik ist hochpoliert und der Spieler kann sich schnell und flüssig bewegen. Kein Ruckeln trübt den Spielfluß.

Allerdings fehlt die Abwechslung. Nach dem ersten Aha Erlebnis stellt man schnell fest daß im Rest des Levels alles gleich aussieht. Auch der Aufbau ist nicht besonders abwechslungsreich. Nach kurzer Zeit hat man sich dann auch sattgesehen und findet die eigentlich tolle Grafik nur noch langweilig.

Sehr gut gelungen sind dagegen die Gegner. Auch wenn diese im Laufe des Spieles immer gleich bleiben, nach ungefähr der Hälfte des Spieles hat man alle einmal gesehen. Das stört jedoch nicht, da die verschiedenen Dämonen sehr cool geworden sind.


Sound & Musik ( 9 / 10 ):

Bei der Musik glänzt das Spiel dagegen wie ein kleines Juwel. Aus dem Lautsprecher tönt Metal passend zum Dämonengemetzel. Hier gibt es auch eine Menge Abwechslung. Es würde sich sogar lohnen die Musik als Soundtrack zu kaufen.

Passend dazu gibt es richtig satt klingende Schußwaffen mit denen es eine wahre Freude ist die Dämonen zurück in die Hölle zu jagen. Durch diese Kombination ergibt sich eine atmosphärische Klangkulisee, welche besser als jede Umgebungsgeräusche die Hölle beschreibt. Einfach dämonisch was da aus den Lautsprechern kommt.


Singleplayer ( 6 / 10 ):

Spielerisch ist dann aber wieder Standardkost angesagt. Leider ist den Entwicklern nichts Besseres eingefallen als den Spieler durch unzählige Arenakämpfe zu jagen. Der Ablauf ist immer gleich und sehr vorhersehbar. Oft startet der Spieler auf einer erhöhten Position, sammelt erstmal Munition und vielleicht eine neue Waffe. Vor ihm liegt ein Bereich in den er hinunterspringen muß, der Weg zurück ist dadurch nicht mehr möglich.

Kaum springt der Spieler in den vormals leeren Bereich, beginnen unzählige Gegner zu spawnen welche dann in einem heftigen Arenakampf besieht werden müssen.

Das alles macht zwar zuerst eine Menge Spaß, auch durch die coolen Finishermoves die der Spieler ausführen kann. Haben die Dämonen genug Schaden abbekommen, umgibt sie eine leuchtende Aura. Geht man dann sofort in den Nahkampf, wird ein extra brutaler Angriff ausgeführt. So wird einem Dämon das Herz herausgerissen und in den Mund gestopft, worauf dieser explodiert.

Das macht zwar oft keinen besonderen Sinn, sieht aber in den meisten Fällen ziemlich cool aus. Als Bonus gibt es dabei noch Lebensenergie zurück, wodurch diese später relativ wichtig werden um seine Energie wieder aufzufüllen.

Die Story von Doom ist komplett vernachlässigbar. Wieder versucht jemand ein Tor zur Hölle zu öffnen, aus dem dann unzählige Dämonen strömen. Nachdem die Marsstation gesäubert ist, geht es dann bis in die Hölle um dort die Dämonen auszutreiben. Zwar gibt es nebenher einige Storyhappen aufzusammeln, aber ehrlich gesagt interessieren die niemanden.


Multiplayer ( 7 / 10 ):

Auch in der Hölle ist niemand allein, somit bietet auch Doom einen Mehrspielermodus an. Geboten werden die üblichen Modi wie Deathmatch, Domination, Capture the Flag und weitere.

Eine Besonderheit ist, daß sich Spieler in Dämonen verwandeln können die besonders zäh und feuerstark sind. Von Zeit zu Zeit tauchen besondere Runen aus, der Spieler der diese aufsammelt verwandelt sich in einen mächtigen Dämon.

Vom Spielgefühl erinnert der Doom Multiplayer an schnelle und actionreiche Spiele wie Quake Arena. Taktik und langsames Vorgehen wird nicht benötigt, schnelle Reflexe und geschicktes Ausweichen und Zielen dominieren diesen Modus.


Fazit:

Im Gegensatz zu den Neuauflagen von Wolfenstein, ist das Reboot von Doom ziemlich daneben gegangen. Eigentlich spielt es sich ja recht flott und spaßig. Aber jeder Level sieht gleich aus, ist ewig lang und langweilig. Das Spielprinzip ist ähnlich öde. Man sammelt Waffen, geht in einen Raum, wird von Monstern angefallen und geht in die nächste Arena wo sich das Spiel wiederholt. Das neue Doom ist technisch hochpoliert, aber spielerisch nicht mal Mittelmaß. Lieber das Original noch mal spielen oder nur die Musik anhören.


Wertungsübersicht:

System: PS4
Grafik: ( 7 / 10 )
Sound: ( 9 / 10 )
Singleplayer: ( 6 / 10 )
Multiplayer: ( 7 / 10 )
Spieldauer: Intensiv
 

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