Gauntlet

Getestetes System: C 64
Weitere Systeme: Gameboy Advance
NES
XBox 360
Sega Master System
Spectrum 48k
Kategorie: Arcade
VÖ: 1986
Entwicklungsstudio: Atari Games
Publisher: U.S. Gold
Alterseinstufung: -
   
Test von: Hermann
Version: PAL (D)
Spracheinstellung: -


Beschreibung

Gauntlet ist ein typisches Arkade Spiel seiner Zeit. Ein bis zwei Spieler steuern einen Helden durch ein Labyrinth voller Monster und Gefahren, immer auf der Suche nach Schätzen um das eigene Punktekonto zu erhöhen. Zur Auswahl stehen vier Helden welche unterschiedliche Fähigkeiten in Nahkampf, Schusskraft und Magie unterscheiden.

Auf der Seite der Kämpfer stehen Thor der Krieger, der sowohl großen Schaden austeilen als auch einstecken kann, und die etwas schwächere Walküre Thyra welche dafür aber eine bessere Magiebegabung besitzt. Bei den Magiern findet sich Merlin, der sehr schwach im Nahkampf ist, und Questor der Elf, welcher als der durchnittlichste Charakter gelten kann.

Da das NES Modul leider defekt ist, wird auf diese Version nicht genauer eingegangen.


Grafik ( 7 / 10 ):

Die Grafik am C64 ist für die damaligen Verhältnisse sehr ordentlich, hervorzuheben ist die große Anzahl an Gegner die gleichzeitig dargestellt werden können. Die Version für den GBA sieht schon um einiges besser aus. Richtig schön ist aber erst die Version für die XBox 360, auch wenn sie natürlich mit der Grafikpracht moderner Spiele nicht mithalten kann. Die Versionen für das NES liegt qualitativ etwas über der Commodore Version.


Sound & Musik ( 5 / 10 ):

Die Sounduntermalung ist die Schwachstelle des Spieles, bis auf einige Soundeffekte für jede Aktion gibt es kaum etwas zu hören. Der Sound ist hier eigentlich nur akustisches Feedback des Spielgeschehens. Musik gibt es bis auf die Titelmelodie überhaupt nicht. Auch die Sprachausgabe sowohl der GBA als auch der XBox 360 Version ist nicht besonders gut.


Singleplayer ( 7 / 10 ):

Jeder Level besteht aus einem Labyrinth aus 32x32 Feldern durch dass sich die Spieler kämpfen müssen. Dazu gilt es Schlüssel zu finden um in weitere Bereiche vorzudringen, Schätze einzusammeln und sich gegen die zahlreichen Monster zu verteidigen. Jeder Spieler verliert kontinuierlich Lebensenergie welche nur durch ab und zu auffindbares Essen aufgefüllt werden kann.

Somit stellt sich in jedem Level die Entscheidung, ob man versucht schnell zum Ausgang zu gelangen um möglichst wenig Lebensenergie zu verlieren, oder doch lieber alle Schätze einsammelt um schneller Punkte zu machen. Etwas Taktik ist auch beim Bekämpfen der Monster gefragt da es Generatoren gibt welche neue Gegner entstehen lassen. Auch hier kostet es Zeit diese zu zerstören, dafür endet dann der sonst andauernde Nachschub an Feinden. Am gefährlichsten für die Spieler ist die Personifizierung des Todes, dieser ist nur durch die seltenen Zaubertränke zu besiegen. Bei Kontakt zieht er dem Spieler eine große Menge Lebensenergie ab, hat er dies geschafft löst er sich in Luft auf.

Vor allem in der GBA Version ist Gauntlet ein lustiger Zeitvertreib für Zwischendurch. Auf Dauer wird es für einen einzelnen Spieler aber langweilig, vor allem da es keine Speicherfunktion gibt und jedes Spiel mit den gleichen Anfangsleveln beginnt.

Bei der XBox 360 nervt vor allem die übertrieben pingelige Trefferabfrage. Wo man bei den anderen Versionen locker auch in der Diagonalen trifft, werden hier Schüsse nur dann gewertet wenn man wirklich pixelgenau den Gegner trifft. Zusammen mit der empfindlichen Steuerung und dem schlechten Gamepad ist diese Version die am schlechtesten spielbare.


Multiplayer ( 9 / 10 ):

Im Mehrspielermode bleibt das Spielprinzip gleich, ein zweiter Spieler kann jedoch einen weiteren Charakter steuern. Alle Gegenstände im Spiel müssen dann geteilt werden was gutes Zusammenspiel erfordert. Vor allem das Essen wird sehr schnell knapp und muss gut aufgeteilt werden.

Da beide Spieler zusammen auf einem Bildschirm spielen, folgt der Bildausschnitt dem am Rande stehendem Spieler bis auch der zweite Spieler aus dem Bild zu verschwinden droht. In diesem Fall bleibt der Ausschnitt bestehen und die Spieler haben sich hoffentlich nicht gegenseitig in eine Sackgasse manövriert.

Auch wenn es wichtig ist dass man zusammen spielt, so arbeiten beide Spieler jedoch auf ihr eigenes Punktekonto und es versucht natürlich jeder den anderen zu übervorteilen. Dadurch macht das Spiel vor allem zu zweit sehr viel Spaß. Die GBA Version ist leider nur alleine spielbar. Das Highlight ist hier die XBox 360 Version, da diese über XBox Live spielbar ist.


Fazit:

Gauntlet ist einfach zu verstehen, geradlinig und motiviert den Spieler immer aufs Neue sich in die Dungeons zu stürzen. Selbst heute macht es vor allem zu zweit noch sehr viel Spaß. Allerdings sollte man sich kein episches Rollenspiel erwarten, Gauntlet ist und bleibt ein Arkade Spiel. Am besten eignet sich Gauntlet für unterwegs, die GBA Version ist deshalb einen Blick wert. Die XBox 360 Version reizt mit der Möglichkeit übers Internet spielen zu können, leider enttäuscht sie dann in der Spielbarkeit.


Wertungsübersicht:

System: C 64
Grafik: ( 7 / 10 )
Sound: ( 5 / 10 )
Singleplayer: ( 7 / 10 )
Multiplayer: ( 9 / 10 )
Spieldauer: Intensiv
System: GBA
Grafik: ( 5 / 10 )
Sound: ( 4 / 10 )
Singleplayer: ( 7 / 10 )
Multiplayer: ( - / 10 )
Spieldauer: Normal
System: NES
Grafik: -
Sound: -
Singleplayer: -
Multiplayer: -
Spieldauer: -
System: XBox 360
Grafik: ( 5 / 10 )
Sound: ( 3 / 10 )
Singleplayer: ( 6 / 10 )
Multiplayer: ( 8 / 10 )
Spieldauer: Demo
 
System: SMS
Grafik: ( 8 / 10 )
Sound: ( 5 / 10 )
Singleplayer: ( 7 / 10 )
Multiplayer: ( 9 / 10 )
Spieldauer: Angespielt
System: Spectrum
Grafik: ( 7 / 10 )
Sound: ( 5 / 10 )
Singleplayer: ( 7 / 10 )
Multiplayer: ( 9 / 10 )
Spieldauer: Angespielt
 

Bilderstrecke

Gauntlet Gameboy Advance
Gauntlet NES
 
Gauntlet Sega Master System
Gauntlet Spectrum 48k
 

Gameplay Video (Commodore 64)



Gameplay Video (Gameboy Advance)



Gameplay Video (NES)



Gameplay Video (XBox 360)



Gameplay Video (Sega Master System)



Gameplay Video (Spectrum 48k)