Rooms: the main builing

Getestetes System: Nintendo DS
Weitere Systeme: -
Kategorie: Denkspiel
VÖ: 04 Juni 2010
Entwicklungsstudio: HandMade Game
Publisher: Hudson Entertainment
Alterseinstufung: 3+
   
Test von: Hermann
Version: (UK)
Spracheinstellung: Englisch


Beschreibung

Wer die Packung von Rooms: the Main Building nur flüchtig betrachtet, meint eine weitere Variante der wohl bekannten Schiebepuzzles vor sich zu haben. Leider geben sich die dort abgebildeten Bilder und die Beschreibung wenig Mühe diesen Eindruck zu zerstreuen.

Es wird nur vage von irgendwelchen magischen Objekten erzählt, welche die Puzzles in einer geheimnisvollen Villa interessanter gestalten sollen. Glücklicherweise stellt sich im Spiel schnell das Gegenteil heraus, Rooms ist ein sehr intelligentes und abwechslungsreiches Puzzlespiel.


Grafik ( 6 / 10 ):

Für ein Puzzlespiel, welche meistens eine wenig opulente Grafik bieten, bietet Rooms eine schön anzusehende Aufmachung. Die Räume und die Gegenstände darin sind gut erkennbar gezeichnet, ohne daß sie zu skizzenhaft aussehen. Die Hintergrundbilder sind ganz nett, die dargestellten Stadt oder Gebäudebilder passen auch gut zum Setting, sind aber durchweg langweilig. Die Animation der Spielfigur und der ausgeführten Aktionen erscheint etwas grob, das stört aber nicht da es zum Spiel passend erscheint. Insgesamt geht die Aufmachung in Ordnung, ist aber nicht herausragend.


Sound & Musik ( 4 / 10 ):

Bis auf nette und unauffällige Begleitmusik, bietet Rooms nicht besonders viel. Jede Aktion, wie das Bewegen eines Raumes oder das benutzen eines Icons, wird auch mit einem Soundeffekt untermalt. Aber schon die kurzen Zwischensequenzen sind nicht vertont. Zwar sind manche Effekte hilfreich, aber es spielt sich auch problemlos ohne Ton falls man unterwegs ist.


Singleplayer ( 10 / 10 ):

Den Rahmen für Rooms bildet eine an den Haaren herbeigezogene Story über ein altes Haus. Beim Lesen eines Briefes, welchen er unvermittelt zugestellt bekommt, wird der Mr. X genannte Held in eine fantastische Welt gezogen. Ein sprechendes Buch mit dem einfallsreichen Namen Mr. Book, bietet sich als Helfer an und erklärt daß diese Welt nur verlassen werden kann indem die Rätsel aller Zimmer gelöst werden. Wirklich wichtig ist das aber alles nicht.

Bis auf einige Zwischensequenzen mit eher einfachen Rätseleinlage der Art "Benutze Gegenstand x mit Sache y", besteht Rooms aus 4 Villen mit verschiedenen Räumen, wobei jeder davon ein Schiebepuzzle beherbergt.

Das Grundprinzip klingt zwar trivial, allerdings kann nicht jedes Puzzleteil so einfach verschoben werden. Nur dasjenige, in welchem sich der Charakter gerade befindet, kann bewegt werden. Nebeneinander liegende Teile kann Mr. X einfach betreten. Um in sich darüber oder darunter befindende Teile zu gelangen, benötigt es Leitern welche nur in bestimmten Puzzleteilen zu finden sind.

Als ob das nicht schon Problem genug ist, blockieren Wände oder Holzbretter den Weg. Während Wände durch Verschieben einzelner Puzzleteile umgangen werden müssen, können Holzbretter durchbrochen werden. Wenn es denn gelingt eine mit Sprengstoff gefüllte Kiste daneben zu schieben, wozu allerdings erst wieder eine Kerze gesammelt werden muß.

So ist der Spieler die ganze Zeit beschäftigt, die einzelne Teile hin und herzuschieben bis Mr. X die rettende Tür erreicht. Um die Herausforderung größer zu machen, kann der Spieler versuchen jedes Teil an eine bestimmte Stelle abzulegen. Gelingt dies, fügen sich die einzelnen Teile zu einem Hintergrundbild zusammen bevor er den Ausgang benutzt. Über einen Schaltknopf kann während des Spieles jederzeit kontrolliert werden, welche Puzzleteile an der richtigen Position liegen.

Damit auch das nicht zu schnell langweilig wird, werden im Verlauf des Spieles immer weitere Elemente hinzugefügt. So stehen einzelne Räume unter Wasser und müssen mit Hilfe eines Hydranten leergepumpt werden. Dabei füllt sich ein anderer Raum mit Wasser, was jedoch nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. So führen unbedachte Manöver schnell in Sackgassen.

Gleiches gilt für die weiteren Gemeinheiten, seien es die Telefone mit welchen sich der Spieler Teleportieren kann, Uhren welche die einzelnen Puzzleteile drehen oder Türen welche nur in eine Richtung begehbar sind. Dies ist nur eine Auswahl der Widrigkeiten, welchen sich der Spieler zu stellen hat.

Dabei werden die einzelnen Rätsel nie zu schwer, jedes läßt sich problemlos mit etwas Nachdenken lösen. Der Schwierigkeitsgrad ist gut gelungen, vor allem am Anfang sind die Puzzle beim ersten Versuch mit etwas Rumprobieren schaffen. Später braucht es aber manchmal mehrere Versuche bis die richtige Lösung gefunden ist. Bei ganz wenigen Rätseln hilft auch eine kleine Pause, bis die richtige Lösung erkennbar wird.

Sind alle Herausforderungen gelöst, bietet das Spiel noch einen Leveleditor und weitere Spielmodi. Im Zeitlimit Modus, gilt es die Räume unter Zeitdruck zu lösen, im Raumlimit Modus stehen nur eine begrenzte Anzahl an Zügen zur Verfügung. Beide Modi bieten aber keinerlei neue Räume. Mit dem Leveleditor erstellte Räume können zusätzlich Wireless mit anderen ausgetauscht werden.


Multiplayer ( - / 10 ):

Nicht vorhanden.


Fazit:

Wäre mir nicht zufälligerweise eine kurze Demo in die Hände gefallen, hätte ich dieses Spiel wahrscheinlich niemals gekauft. Die Packung macht den Anschein eines 08/15 Schiebepuzzle, wie es sich zuhauf in lieblosen Billigspielen finden läßt. Zu unrecht wie sich herausstellt. Die toll gemachten Rätsel laden geradezu ein, eine gemütliche Runde auf dem Balkon zu verbringen und etwas zu knobeln. Rätselfreunde sollten unbedingt zuschlagen.


Wertungsübersicht:

System: DS
Grafik: ( 6 / 10 )
Sound: ( 4 / 10 )
Singleplayer: ( 10 / 10 )
Multiplayer: ( - / 10 )
Spieldauer: Durchgespielt
 

Gameplay Video